
So dicht, dass man darüber stolpert, stehen die Objekte am Himmel nicht. Ein zufälliger Schwenk zeigt immer nur Sterne. Außer manchmal eben doch.
Endlich die Rockerbox und Höhenräder des kleinen 6 Zoll BoxKite grundiert, nachdem es gerade mal nicht regnet. Die sollen schließlich auch mal eine Taunacht überstehen. Der Himmel zieht immer mehr auf, gegen Abend nur noch Blau.
In der Dämmerung blinken die ersten Sterne, Vega und Deneb. Stehen etwas hoch, peilen wir mal eine angenehmere Höhe an. Zack, tolles Sternenmuster, ganz zart, füllt das Gesichtsfeld im 13 mm Okular. Sollte das ein loser Sternhaufen sein? Aber welcher? Und wie finde ich das heraus?
Der Himmel ist noch hell, im SO von Deneb ist kein Stern zu sehen. Ich starte SkySafari, könnte M 39 sein. Volltreffer, die Sternmuster sind so charakteristisch, dass ich sie mit dem Foto des Haufens abgleichen kann. Gleich mal zeichnen.
Weil die Richtung so schön passt, gibt es im W von CAS noch etwas zu sehen? Für Caroline’s Rose ist es natürlich viel zu hell. Aber der Sternhaufen liegt zwischen zwei Sternpaaren, die gerade noch ins 21 mm Okular passen, und der Ort ist schnell eingestellt. Und dann die nächste halbe Stunde einfach da gesessen und genossen, wie dieser Poesie gewordene Sternstaub sich ganz langsam aus der Unsichtbarkeit herausschält. Besser geht’s nicht.
