
First light für den 10-Zoll-Spiegel, natürlich nur zu Testzwecken. Der Fokus wird erreicht, die Sterne sehen auch gut aus. Jetzt erst mal durchatmen.
Astronomie einfach machen

First light für den 10-Zoll-Spiegel, natürlich nur zu Testzwecken. Der Fokus wird erreicht, die Sterne sehen auch gut aus. Jetzt erst mal durchatmen.

Der Kite für den Prototypen des 10-Zoll BoxKite wird mit wasserfestem Weissleim in einer einfachen Helling verklebt. Die Panels kommen von Firstlaser und sind bereits mit Bohrungen und Ausschnitten versehen. Qualität und Masshaltigkeit sind exzellent, Expresszuschnitt ist allerdings ein Euphemismus, es dauert zwei Wochen bis die Teile in der Garage liegen.

Beim Aufräumen zwei Fangspiegelhalter von Astrosystems gefunden. Ebony Star ist noch vorhanden, der Postbote hilft beim Auffüllen anderer kritischer Bestände.
Der Prototyp des 6 Zoll f/5 BoxKite Mini geht seiner Fertigstellung entgegen, in zwei Wochen startet das BTM, dann ist er fertig. Und ich träume von einem kurz bauenden 8 Zoll f/5 BoxKite Compact.

Die meisten Selbstbauer verkleben Ebony Star mit Kontaktkleber, das war mir nie so recht sympathisch. Zumindest auf großen Flächen lässt sich das Zeug kaum ohne Wellen auftragen, die Lösungsmittel sind auch nicht ohne. Sprühkleber habe ich auch schon verwendet, das geht für die Rockerbox ganz gut.
Besser gefällt mir Epoxy, die Verklebung hält dauerhaft und das Material lässt einem Zeit alles passend auszurichten. Für die 6-Zoll Rockerbox nutze ich ein nicht mehr ganz frisches Restgebinde, 12 g flüssiges Gold und das Ebony Star sitzt plan und fest.
Da das Epoxy schnell durchhärtet folgen die bereits verklebten Seitenwände ohne lange Wartezeit. Morgen noch das Laminat mit dem Einhandfräser trimmen und alles mit Porenfüller versiegeln, dann folgt schon der Zusammenbau.



Nachdem das Wetter kaum zu Aktivitäten im Freien einlädt, hat die Rockerbox für den 6″ f/5 Baby-BoxKite Prototypen am Wochenende Fortschritte gemacht. Noch fehlen die Aussparungen und die Basis, aber die Höhenräder sind sorgfältig eingeschliffen und die Reibung kann durch Verschieben der Teflon-Pads justiert werden.
Das Fräsen und Schleifen der Höhenräder und der Aufnahme in den Seitenteilen der Rockerbox bedeutet etwas Arbeit, so habe ich die Teile für den Prototypen gleich in Multiplex gebaut. Große Überraschungen sind nicht zu erwarten, den Durchmesser der Höhenräder (203 mm) konnte ich mit dem alten 8-Zoll testen.
Für Marcus bauen wir das noch einmal in schön, ich werde sicher die nächsten Jahre mit dem Prototypen beobachten – und mich über die Rockerbox freuen.
Nur 29 Tage zwischen dem ersten und dem letzten Foto: gestern konnten wir den sehr guten Himmel für das First Light des neuen 6″ f/5 Baby-BoxKite Prototyps nutzen und gleich eine kleine Nebel-Tour durch den Orion unternehmen.
Bei angenehmen 2° Lufttemperatur hatten wir viel Spaß beim Testen und Beobachten. Alle Okulare kommen in den Fokus, der Sterntest sieht auf Anhieb gut aus. Sehr interessant der direkte Vergleich mit dem 8″ f/6, der Unterschied ist deutlich, aber wir waren doch immer wieder erstaunt was mit dem 6″ alles geht.
Angeschaut haben wir das Trapez im Orionnebel (Theta1 Ori), mit dem 8″ waren die E und F-Komponenten gut sichtbar, mit dem 6″ immerhin noch E.
Der Flame-Nebel (NGC 2024) war ohne Filter im 8″ gut und im 6″ gerade noch zu sehen. Mit UHC-Filter im 8″ waren die Konturen deutlicher, ein Fall für eine Skizze, wir wollten aber weiter.
M 78, der einzige Reflexionsnebel im Messier-Katalog, war in beiden Teleskopen gut zu sehen und bietet sich wegen seiner einfachen Struktur und der beiden eingebetten Sterne wirklich zum Zeichnen an. Kommt auf die Liste.
NGC 1788 ist ein schwächerer Reflexionsnebel, der auch im 8″ leicht zu übersehen ist (aber nicht von Marcus). Haben wir mit dem 6″ nicht versucht.
Zum Abschluss haben wir dem Orion den Rücken zugekehrt und Polaris für einen ersten Test mit dem Ronchi-Okular eingestellt.
Sobald die Werkstatt aufgeräumt ist geht es weiter.




Heute endlich die MKII Rockerbox für das BoxKite verklebt, gefräst habe ich die Teile im Januar. Das Bayerische Teleskopmeeting (BTM) auf dem Osterberg bei Pfünz startet in weniger als zwei Wochen, da möchte ich das neue Teleskop dabeihaben.
Die Holzteile (18 mm Birke Multiplex) fallen optisch nicht besonder schön aus und sind auch nicht 100% masshaltig, aber wie Alvin Lee zu sagen pflegte, “near enough for jazz”. Ich habe sie gründlich geschliffen und vor dem Zusammenbau eine dünne Schicht Schnellschleifgrundierung aufgerollt. Ist erst einmal alles verklebt wird das wesentlich umständlicher.
Das BoxKite-Teleskop hat einen Aluminium- und DILITE-Rahmen, wobei ich für das Treffen den Prototypen mitnehmen werde, der vollständig aus Holz besteht. Tubus und Rockerbox wiegen jeweils 8 kg, überraschend leicht, wenn man sie das erste Mal in die Hand nimmt!


Zweite Generation der Rockerbox für das BoxKite 8″ Dobson-Teleskop. Weniger Ausschnitte, leichter zu bauen und hoffentlich ebenso einfach zu handhaben. Mehr Material im unteren Bereich und zwischen den Ausschnitten.

Beobachtungsabend am 14. Januar, der seitlich montierte Telrad taut eigentlich nicht zu, aber manchmal geht es doch nicht ohne Heizband. Gibt es übrigens auch für Beobachter.
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