Jupiter in den Zwillingen, links Procyon und Kleiner Hund. Foto: Silke Wieland.

Das Wetter sieht gut aus, ClearOutside, sonst eher pessimistisch, meldet 4 Stunden klaren Himmel. Und das bei Neumond.

Wir fahren zeitig los und bauen in der Dämmerung auf. Die ersten Sterne leuchten, Venus und Jupiter sorgen für prachtvolle Illumination am Südwesthimmel.

Schon tauchen die ersten Schäfchenwolken auf und breiten sich in Folge über den gesamten Himmel aus. Nur der Norden bleibt frei.

Wir wollen die Galaxien im Löwen sehen, aber dafür ist es mit den vielen Schäfchen gerade zu hell. Also erstmal Doppelsterne. Besonders schön der Mähnenstern Algieba, mit gut 4 Bogensekunden Abstand im 6-Zoll mit dem 12,5 mm Morpheus deutlich getrennt. Im 8-Zoll noch auffälliger.

Die Galaxien-Safari starten wir mit NGC 2903, nach dem ersten Schwenk mit Telrad sofort im Bild. Auch das Leo Triplet mit M 65 und 66 geht prima, NGC 3628 schon schwieriger. Haben wir sie im 6-Zoll gesehen? Leider nicht überliefert.

Auch das kleine Trio aus M 105, NGC 3384 und NGC 3389 finden wir schnell, wobei die zuletzt genannte mit 11m9 schon deutlich sportlich ist. Die beiden 9m-Galaxien sind sofort da.

Die Jungfrau ist im Südosten gut zu erkennen, und endlich sehen wir die Sombrero-Galaxie M 104, das erste nicht von Messier veröffentliche M-Objekt. Mit 8m nicht schwierig, die zentrale Ausbuchtung ist allerdings nicht einmal zu ahnen. Das Sternbild steigt noch etwas höher, schauen wir mal.