Astronomie einfach machen

Autor: Michael (Seite 5 von 5)

Countdown zum BTM

Heute endlich die MKII Rockerbox für das BoxKite verklebt, gefräst habe ich die Teile im Januar. Das Bayerische Teleskopmeeting (BTM) auf dem Osterberg bei Pfünz startet in weniger als zwei Wochen, da möchte ich das neue Teleskop dabeihaben.

Die Holzteile (18 mm Birke Multiplex) fallen optisch nicht besonder schön aus und sind auch nicht 100% masshaltig, aber wie Alvin Lee zu sagen pflegte, “near enough for jazz”. Ich habe sie gründlich geschliffen und vor dem Zusammenbau eine dünne Schicht Schnellschleifgrundierung aufgerollt. Ist erst einmal alles verklebt wird das wesentlich umständlicher.

Das BoxKite-Teleskop hat einen Rahmen aus Aluminiumrohren und Aluverbund, wobei ich für das Treffen den Prototypen mitnehmen werde, der vollständig aus Holz besteht. Tubus und Rockerbox wiegen jeweils 8 kg, überraschend leicht, wenn man sie das erste Mal in die Hand nimmt!

 

Bayerisches Teleskopmeeting

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#quickfixes

Auf der Fahrt steht der Mond noch recht hoch am Himmel. Da ist es aber auch noch hell. Genial dieser Übergang von Gelb-Orange zu tiefem Blau im Westen; beim Blick zurück ist der Himmel schon grau, nur ein Hauch von Rosa.

Der Start mit dem Ende der bürgerlichen Dämmerung um halb zehn lässt viel Zeit fürs Aufbauen. Das ist auch gut so: Die neue Rockerbox für das BoxKite ist noch nicht fertig, heute kommt das 20 Jahre alte Box-Teleskop mit. Wie sauber noch alles zusammenpasst!

Gar nicht passen will der Leuchtpunkt der Justierlasers, die Druckfeder in der Aufhängung des Sekundärspiegels fehlt. Mit der Ahle des Taschenmessers im Auto und etwas Schaumgummi lässt sich das provisorisch fixen. Hält den ganzen Abend.

#kurzenächte

Gestern spontan draussen, nach dem gewittrig verhangenen Tag war der Himmel um 21 h plötzlich komplett klar.  Mit Einsetzen der astronomischen Dämmerung um 23 h Start in die Kugelhaufensaison mit dem 12-Zoll von Marcus. M 13 selten so gut gesehen, eigentlich nur zum Vergleich angesteuert und dann doch länger beobachtet. Mitgenommen: Helle Objekte brauchen keinen komplett dunklen Himmel (davon gibt es aktuell auch nur 1,5 h), Kugelsternhaufen können richtig Spass machen (vor allem wenn man sich auf die Unterschiede konzentriert), und wenn man sich eine Stunde “just for fun” vornimmt werden immer zwei daraus!

Laser justieren

Laser taugen nur zum Justieren, wenn sie selbst justiert sind. Das checkt man am besten, indem man den Laser auf eine Wand richtet und dreht. Bewegt sich der Punkt, muss nachgestellt werden. Der Haken bei der Sache ist die Lagerung, ich habe bislang noch keine gefunden, die nicht selbst Gewackel ins Geschehen bringt.

Die Lösung ist diese kleine Helling aus übriggebliebenen Kugellagern und Sperrholzresten, die bemerkenswert gut funktioniert. Der Laserpunkt steht an der Wand wie angenagelt, die flexible Verbindung der Lagerbrettchen sorgt für festen Stand, und je nach Orientierung der Lager lassen sich auch kleine Lasermodule checken (du liebe Zeit, sofort zurück mit dem Schrott)!

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Update für die Rockerbox

Zweite Generation der Rockerbox für das BoxKite 8″ Dobson-Teleskop. Weniger Ausschnitte, leichter zu bauen und hoffentlich ebenso einfach zu handhaben. Mehr Material im unteren Bereich und zwischen den Ausschnitten.

Ice Diaries

Beobachtungsabend am 14. Januar, der seitlich montierte Telrad taut eigentlich nicht zu, aber manchmal geht es doch nicht ohne Heizband. Gibt es übrigens auch für Beobachter.

Du weißt, dass Du an die Astronomie verloren bist …

… wenn Du abends aus dem Haus gehst und Dein erster Blick gilt dem Himmel. Sind Sterne zu sehen? Eine schöne Mondsichel?

Jupiter steht schon tief über dem Horizont, das erinnert Dich daran, dass Du die App über die Saturnmonde herunterladen wolltest.

Wenn Du ein Fernglas in die Hand nimmst, fragst Du Dich, was es am Himmel zeigt.

Du hast überall Notizbücher herumliegen, in die Du Gedanken oder Skizzen zu einer Beobachtung hinein kritzelst.

Beim Frühstück schiebst Du die Mohnbrösel umher, bis auf Deinem Teller Sternbilder entstehen.

Wenn sich der Horizont am Abend tiefrot verfärbt, fragst Du Dich, wie gut wohl die Transparenz der Atmosphäre sein wird.

Der Klang der arabischen Namen der Sterne – Deneb, Sadr, Albireo – ist für Dich wie eine Verheißung.

Wenn Du den kleinen Orion im „Golf von Mexiko“ im Nordamerikanebel gefunden hast, fühlst Du Dich, als wärst Du irgendwo angekommen.

Du liest jeden Magazinartikel, um Ideen für interessante Ziele zu finden.

Du liegst spätabends auf der Terrasse und suchst mit dem Fernglas die Sternbilder im Zenit ab.

Du lebst mit Checklisten für die nächste Beobachtungsnacht.

Du besitzt ein halbes Dutzend Rotlichtlampen und hast gerade eine weitere bestellt.

Du studierst die Spezifikationen von Nagler-Okularen, als wären es kostbare Weine.

Du planst Familienurlaube so, dass sie nicht mit Teleskoptreffen kollidieren.

Du hast in Deinem Kalender alle Neumondnächte des Jahres im Voraus eingetragen.

Du kennst jeden Anbieter und jede App für die Vorhersage von klaren Nächten.

Du fragst Dich, ob Du den Cirrusnebel aus Deinem Garten sehen könntest wenn Du einen OIII-Filter hättest.

Wenn Du die ersten zwei Buchstaben eines beliebigen Teleskophändlers in Deinen Computer tippst, ergänzt Dein Browser automatisch den Rest.

Wo hast Du doch gleich den Namen dieses seltsamen Galaxienpaars notiert?

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