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Astronomie einfach machen

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Hagrids Drachen oder NGC 2301

Ich habe in meinem Beobachtungsbuch geblättert und eine Beobachtung gefiel mir besonders.

Warum diese?

 

Karte des Sternbilds Einhorn

Es handelt sich um einen Sternhaufen, den du gesehen haben solltest, die meisten Hobbyastronomen aber kaum beobachten. Oder sagt dir etwas Hagrids Drachen etwas?

Ich habe keine Ahnung, wer sich diesen Namen ausgedacht hat. Aber Harry Potter Fans wissen: Es muss sich dabei um den Drachen Norbert handeln, dessen Ei der Wildhüter Hagrid in J.K. Rowlings Roman „Harry Potter und der Stein der Weisen“ in seiner Hütte neben einem Kaminfeuer ausbrütet. Mir gefällt das! Für alle anderen darf der Sternhaufen NGC 2301 oder goldener Wurm heißen.

Wo findest du den Sternhaufen?

Wenn ein Sternhaufen schon so einen bildhaften Namen trägt, dann findet man ihn natürlich im Sternbild „Einhorn“. Oder einfacher: direkt links neben dem Sternbild Orion.

Du findest NCG 2301 ganz einfach gute zwei Grad entfernt vom 4,4 mag hellen Stern 18 Mon. Du kannst den Stern also schon mit dem bloßen Auge erkennen und ihn einfach an den Rand deines Telradkreises positionieren. Schon hast du diesen wundervollen Sternhaufen gefunden.

Zeichnung von NGC2301

Im Weitwinkelokular bei kleiner Vergrößerung bemerkst du eine helle Sternenkette, die mit 15 Bogenminuten Ausdehnung etwa 1/4 des Gesichtsfeldes ausmacht. Es stechen einige helle Sterne der 8. Größenklasse heraus, weiterhin aber auch einige schwache Haufenmitglieder. In meiner Zeichnung konnte ich etwa 30 Sterne festhalten.

Übrigens: Wenn du mit deinem Teleskop schon in dieser Gegend unterwegs bist, dann bieten sich ein Abstecher zum Rosettennebel, Hubbles veränderlicher Nebel und zum Weihnachtsbaumhaufen an.

Beobachte diesen Sternhaufen doch auch mal – und erzähle uns davon.

Laser justieren

Laser taugen nur zum Justieren, wenn sie selbst justiert sind. Das checkt man am besten, indem man den Laser auf eine Wand richtet und dreht. Bewegt sich der Punkt, muss nachgestellt werden. Der Haken bei der Sache ist die Lagerung, ich habe bislang noch keine gefunden, die nicht selbst Gewackel ins Geschehen bringt.

Die Lösung ist diese kleine Helling aus übriggebliebenen Kugellagern und Sperrholzresten, die bemerkenswert gut funktioniert. Der Laserpunkt steht an der Wand wie angenagelt, die flexible Verbindung der Lagerbrettchen sorgt für festen Stand, und je nach Orientierung der Lager lassen sich auch kleine Lasermodule checken (du liebe Zeit, sofort zurück mit dem Schrott)!

For English version please see here.

Update für die Rockerbox

Zweite Generation der Rockerbox für das BoxKite 8″ Dobson-Teleskop. Weniger Ausschnitte, leichter zu bauen und hoffentlich ebenso einfach zu handhaben. Mehr Material im unteren Bereich und zwischen den Ausschnitten.

Ice Diaries

Beobachtungsabend am 14. Januar, der seitlich montierte Telrad taut eigentlich nicht zu, aber manchmal geht es doch nicht ohne Heizband. Gibt es übrigens auch für Beobachter.

Du weißt, dass Du an die Astronomie verloren bist …

… wenn Du abends aus dem Haus gehst und Dein erster Blick gilt dem Himmel. Sind Sterne zu sehen? Eine schöne Mondsichel?

Jupiter steht schon tief über dem Horizont, das erinnert Dich daran, dass Du die App über die Saturnmonde herunterladen wolltest.

Wenn Du ein Fernglas in die Hand nimmst, fragst Du Dich, was es am Himmel zeigt.

Du hast überall Notizbücher herumliegen, in die Du Gedanken oder Skizzen zu einer Beobachtung hinein kritzelst.

Beim Frühstück schiebst Du die Mohnbrösel umher, bis auf Deinem Teller Sternbilder entstehen.

Wenn sich der Horizont am Abend tiefrot verfärbt, fragst Du Dich, wie gut wohl die Transparenz der Atmosphäre sein wird.

Der Klang der arabischen Namen der Sterne – Deneb, Sadr, Albireo – ist für Dich wie eine Verheißung.

Wenn Du den kleinen Orion im „Golf von Mexiko“ im Nordamerikanebel gefunden hast, fühlst Du Dich, als wärst Du irgendwo angekommen.

Du liest jeden Magazinartikel, um Ideen für interessante Ziele zu finden.

Du liegst spätabends auf der Terrasse und suchst mit dem Fernglas die Sternbilder im Zenit ab.

Du lebst mit Checklisten für die nächste Beobachtungsnacht.

Du besitzt ein halbes Dutzend Rotlichtlampen und hast gerade eine weitere bestellt.

Du studierst die Spezifikationen von Nagler-Okularen, als wären es kostbare Weine.

Du planst Familienurlaube so, dass sie nicht mit Teleskoptreffen kollidieren.

Du hast in Deinem Kalender alle Neumondnächte des Jahres im Voraus eingetragen.

Du kennst jeden Anbieter und jede App für die Vorhersage von klaren Nächten.

Du fragst Dich, ob Du den Cirrusnebel aus Deinem Garten sehen könntest wenn Du einen OIII-Filter hättest.

Wenn Du die ersten zwei Buchstaben eines beliebigen Teleskophändlers in Deinen Computer tippst, ergänzt Dein Browser automatisch den Rest.

Wo hast Du doch gleich den Namen dieses seltsamen Galaxienpaars notiert?

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