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Astronomie einfach machen

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Breakfast Astronomy

Vergangene Woche steht im Osten ein majestätischer Fuhrmann am Abendhimmel. Und Marcus, der zeitig aufsteht, bekommt am Morgen schon den Orion zu sehen.

Beim Frühstück macht sich Vorfreude auf den Winterhimmel bemerkbar. Der Gürtel des Orion mit dem hellen Gasnebelkomplex M 42 und 43 und dem schwachen Reflektionsnebel M 78.

Bayerisches Teleskopmeeting

Endlich wieder BTM! Nach zwei Absagen die langersehnte 20. Auflage des Treffens auf dem Osterberg. Ich war 2018 zum ersten Mal dabei und sofort begeistert: Astrotreff.de

Der Donnerstag startet mit Sonne und Wolken, rechtzeitig zum Einbruch der Dämmerung zieht es auf. Leider bleiben Süden und Westen verhangen, der angedachte lockere Spaziergang vom Steinbock bis zum Drachen – etwas abseits der bekannten Showpieces – muss warten. Dafür gibt es Doppelsterne, perfekt für die Bedingungen mit viel Feuchtigkeit und ruhiger Luft. Im Zenit eine schöne Milchstraße, überraschenderweise zeigen sich trotz des aufgehellten Himmels Richtung Horizont sogar niedrig stehende Galaxien.

Angeschaut unter anderem: Double Double und Ringnebel, Epsilon Bootis, M 3, M 94, M 13 mit gut sichtbarer NGC-Galaxie 6207, aber ohne Propeller, Alpha  und Rho Herculis, den planetarischen Nebel NGC 6210 und als Entdeckung der Nacht den wunderschönen offenen Sternhaufen IC 4665.

Einiges notiert, der 8″ BoxKite-Prototyp hat sich auf der neuen Rockerbox wohl gefühlt, es blieb angenehm mild, mit dem Fortschreiten der Nacht wurde der Himmel immer freier. Ich bin zeitig müde und verziehe mich in den Bus.

Am Freitag gewittert es am Vormittag und gegen Abend wie angesagt, der Himmel ist mit Einsetzen der Dämmerung immer noch komplett bewölkt. Die Vorhersage für die Nacht auf Sonntag ist nicht besser, für dieses Mal streiche ich am Samstag die Segel.

Auch wenn die Woche ihre schönsten Nächte schon vor dem Meeting aufgezogen hat: das Outdoor-Leben an diesem ganz besonderen Ort, umringt von Teleskopen und astro-infizierten netten Menschen, ist jedes Jahr aufs Neue jede Anfahrt wert!

Countdown zum BTM

Heute endlich die MKII Rockerbox für das BoxKite verklebt, gefräst habe ich die Teile im Januar. Das Bayerische Teleskopmeeting (BTM) auf dem Osterberg bei Pfünz startet in weniger als zwei Wochen, da möchte ich das neue Teleskop dabeihaben.

Die Holzteile (18 mm Birke Multiplex) fallen optisch nicht besonder schön aus und sind auch nicht 100% masshaltig, aber wie Alvin Lee zu sagen pflegte, “near enough for jazz”. Ich habe sie gründlich geschliffen und vor dem Zusammenbau eine dünne Schicht Schnellschleifgrundierung aufgerollt. Ist erst einmal alles verklebt wird das wesentlich umständlicher.

Das BoxKite-Teleskop hat einen Rahmen aus Aluminiumrohren und Aluverbund, wobei ich für das Treffen den Prototypen mitnehmen werde, der vollständig aus Holz besteht. Tubus und Rockerbox wiegen jeweils 8 kg, überraschend leicht, wenn man sie das erste Mal in die Hand nimmt!

 

Bayerisches Teleskopmeeting

For English version please see here.

#quickfixes

Auf der Fahrt steht der Mond noch recht hoch am Himmel. Da ist es aber auch noch hell. Genial dieser Übergang von Gelb-Orange zu tiefem Blau im Westen; beim Blick zurück ist der Himmel schon grau, nur ein Hauch von Rosa.

Der Start mit dem Ende der bürgerlichen Dämmerung um halb zehn lässt viel Zeit fürs Aufbauen. Das ist auch gut so: Die neue Rockerbox für das BoxKite ist noch nicht fertig, heute kommt das 20 Jahre alte Box-Teleskop mit. Wie sauber noch alles zusammenpasst!

Gar nicht passen will der Leuchtpunkt der Justierlasers, die Druckfeder in der Aufhängung des Sekundärspiegels fehlt. Mit der Ahle des Taschenmessers im Auto und etwas Schaumgummi lässt sich das provisorisch fixen. Hält den ganzen Abend.

#kurzenächte

Gestern spontan draussen, nach dem gewittrig verhangenen Tag war der Himmel um 21 h plötzlich komplett klar.  Mit Einsetzen der astronomischen Dämmerung um 23 h Start in die Kugelhaufensaison mit dem 12-Zoll von Marcus. M 13 selten so gut gesehen, eigentlich nur zum Vergleich angesteuert und dann doch länger beobachtet. Mitgenommen: Helle Objekte brauchen keinen komplett dunklen Himmel (davon gibt es aktuell auch nur 1,5 h), Kugelsternhaufen können richtig Spass machen (vor allem wenn man sich auf die Unterschiede konzentriert), und wenn man sich eine Stunde “just for fun” vornimmt werden immer zwei daraus!

Unscheinbare Freunde: Der Kleine Löwe

Wir kennen sie alle, die bekannten und auffälligen Sternbilder. Dazu gehören der Große Wagen, der Orion oder Pegasus. Als Sterngucker lernst du diese Sternbilder als erstes kennen. Doch es gibt Figuren am Himmel, die sind so unauffällig wie eine Laus auf einem Blatt. Aber wahrscheinlich viel interessanter. 

Dieser Artikel ist der erste Teil einer kleinen Serie, in dem wir dir die Sternbilder vorstellen wollen, die die meisten Beobachter leicht übersehen. Ab heute wirst du auch auf die kleinen Details achten.

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Hagrids Drachen oder NGC 2301

Ich habe in meinem Beobachtungsbuch geblättert und eine Beobachtung gefiel mir besonders.

Warum diese?

 

Karte des Sternbilds Einhorn

Es handelt sich um einen Sternhaufen, den du gesehen haben solltest, die meisten Hobbyastronomen aber kaum beobachten. Oder sagt dir etwas Hagrids Drachen etwas?

Ich habe keine Ahnung, wer sich diesen Namen ausgedacht hat. Aber Harry Potter Fans wissen: Es muss sich dabei um den Drachen Norbert handeln, dessen Ei der Wildhüter Hagrid in J.K. Rowlings Roman „Harry Potter und der Stein der Weisen“ in seiner Hütte neben einem Kaminfeuer ausbrütet. Mir gefällt das! Für alle anderen darf der Sternhaufen NGC 2301 oder goldener Wurm heißen.

Wo findest du den Sternhaufen?

Wenn ein Sternhaufen schon so einen bildhaften Namen trägt, dann findet man ihn natürlich im Sternbild „Einhorn“. Oder einfacher: direkt links neben dem Sternbild Orion.

Du findest NCG 2301 ganz einfach gute zwei Grad entfernt vom 4,4 mag hellen Stern 18 Mon. Du kannst den Stern also schon mit dem bloßen Auge erkennen und ihn einfach an den Rand deines Telradkreises positionieren. Schon hast du diesen wundervollen Sternhaufen gefunden.

Zeichnung von NGC2301

Im Weitwinkelokular bei kleiner Vergrößerung bemerkst du eine helle Sternenkette, die mit 15 Bogenminuten Ausdehnung etwa 1/4 des Gesichtsfeldes ausmacht. Es stechen einige helle Sterne der 8. Größenklasse heraus, weiterhin aber auch einige schwache Haufenmitglieder. In meiner Zeichnung konnte ich etwa 30 Sterne festhalten.

Übrigens: Wenn du mit deinem Teleskop schon in dieser Gegend unterwegs bist, dann bieten sich ein Abstecher zum Rosettennebel, Hubbles veränderlicher Nebel und zum Weihnachtsbaumhaufen an.

Beobachte diesen Sternhaufen doch auch mal – und erzähle uns davon.

Laser justieren

Laser taugen nur zum Justieren, wenn sie selbst justiert sind. Das checkt man am besten, indem man den Laser auf eine Wand richtet und dreht. Bewegt sich der Punkt, muss nachgestellt werden. Der Haken bei der Sache ist die Lagerung, ich habe bislang noch keine gefunden, die nicht selbst Gewackel ins Geschehen bringt.

Die Lösung ist diese kleine Helling aus übriggebliebenen Kugellagern und Sperrholzresten, die bemerkenswert gut funktioniert. Der Laserpunkt steht an der Wand wie angenagelt, die flexible Verbindung der Lagerbrettchen sorgt für festen Stand, und je nach Orientierung der Lager lassen sich auch kleine Lasermodule checken (du liebe Zeit, sofort zurück mit dem Schrott)!

For English version please see here.

Update für die Rockerbox

Zweite Generation der Rockerbox für das BoxKite 8″ Dobson-Teleskop. Weniger Ausschnitte, leichter zu bauen und hoffentlich ebenso einfach zu handhaben. Mehr Material im unteren Bereich und zwischen den Ausschnitten.

Ice Diaries

Beobachtungsabend am 14. Januar, der seitlich montierte Telrad taut eigentlich nicht zu, aber manchmal geht es doch nicht ohne Heizband. Gibt es übrigens auch für Beobachter.

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